Kommentar zu den Anschlägen in Dresden, Paris, Nizza und Wien
Islamismus tötet

Die Kondolenzworte für diese Fälle sind seit Jahren gut eingeübt. Es wird beschwichtigt, um nicht zu eskalieren – und um die Sache nicht beim Namen zu nennen. Jedenfalls bei uns in Deutschland.

Dienstag, 03.11.2020, 20:31 Uhr aktualisiert: 03.11.2020, 20:34 Uhr
Kerzen brennen am Tatort einer Terror-Attacke in einer Seitenstraße der Wiener Innenstadt. Foto: Helmut Fohringer/APA/dpa

Wir, die westlichen Gesellschaften, haben ein erhebliches Problem mit dem Islamismus: mit dem politischen Islam. Wenn Worte bei Rechtsextremen zu Taten werden, dann tun sie das auch bei Linksextremisten und Islamisten. Und diese Worte hat zuletzt der türkische Präsident Erdogan gesprochen. Nach dem Mord an dem Lehrer Samuel Paty in Paris bereitete Erdogan mit seinen Vorwürfen gegen Frankreichs Präsidenten Macron dem Folgeattentat in Nizza den Boden.

Und Erdogans Agitation wirkt bis nach Berlin, wo in Neukölln junge Muslime gegen die vermeintliche Beleidigung ihrer Religion und ihres Propheten auf die Straße gegangen sind und mit Gürteln einen Mann ausgepeitscht haben, der eine Macron-Maske trug.

Ach, übrigens: Der Angriff eines islamistischen Gefährders aus Syrien auf ein homosexuelles Paar am 4. Oktober in Dresden hat ein Todesopfer gefordert. Ob irgendein Regierungsmitglied das Grab besuchen wird?

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