Kommentar zur Lage der Industriebetriebe in OWL
Einmal durchatmen

Mal durchatmen. Denn das tut gut. Die Lage in den Industriebetrieben in Ostwestfalen-Lippe hat sich über die Sommermonate etwas verbessert. Gestiegen sind vor allem die Erwartungen an die weitere Entwicklung in diesem Jahr .

Mittwoch, 30.09.2020, 05:00 Uhr aktualisiert: 01.10.2020, 11:08 Uhr
Symbolbild. Produktionsstandort von DMG Mori in Bielefeld. Foto: dpa

Durchatmen – aber nicht zu lange entspannen. Dafür fehlt die Zeit. Ein zweiter Blick auf die Ergebnisse der IHK-Umfragen zeigt: Durchschnittswerte sagen nicht die ganze Wahrheit. Einige Branchen stecken weiter in der Talsohle, auch im verarbeitenden Gewerbe. Dazu gehören Bekleidungsindustrie, Autobranche und Maschinenbau. Sie traf die durch die Pandemie ausgelöste Konjunkturkrise mitten in ihrer strukturellen Umbauphase.

Zudem decken staatliche Maßnahmen wie Milliarden-Hilfsgelder, Kurzarbeit und die Verschiebung der Insolvenzanmeldepflicht aktuell noch manches zu. Die ganze Wahrheit kommt erst an den Tag, wenn der schützende Mantel weggezogen wird. Wie tief der Sturz dann ausfällt, das hängt auch von einigen anderen Themen ab wie dem Brexit und der Handelspolitik des künftigen US-Präsidenten. Und vor allem davon, wie sich die Pandemie entwickelt – also vom Verhalten aller. Darauf gilt es sich zu konzentrieren – nach dem Durchatmen.

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