Kommentar zu Einkaufs-Sonntagen
So darf es nicht weitergehen

Brauchen wir wirklich verkaufsoffene Sonntage? In Bünde haben die Menschen in dieser Frage mit den Füßen abgestimmt. Die Stadt war proppenvoll.

Dienstag, 08.09.2020, 02:33 Uhr aktualisiert: 09.09.2020, 10:44 Uhr
Abstimmung mit den Füßen: Die Einkaufssonntage locken nicht selten die Massen an. Foto: Tismer

Möglich wurde der Sonntagseinkauf durch einen Akt zivilen Ungehorsams des Stadtrats – und eine Ungeschicklichkeit der Gewerkschaft, deren Verbotsantrag vor Gericht ins Leere ging.

So darf es nicht weitergehen. Juristische Volten und kommunalpolitische Guerillataktik mögen im Einzelfall Ladenöffnungen ermöglichen, doch weder Händler noch potenzielle Kunden bekommen so Planungssicherheit.

NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) muss einsehen, dass seine Verordnung zur Gestattung anlassloser verkaufsoffener Sonntage juristisch gescheitert ist. Und die Gewerkschaft sollte akzeptieren, dass es ein öffentliches Interesse an Einkaufs-Sonntagen gibt.

In Niedersachsen hat ein runder Tisch aus Politik, Kirchen und Gewerkschaft eine Lösung ausgehandelt. Warum geht nicht auch Nordrhein-Westfalen diesen Weg? Minister Pinkwart ist am Zuge. Der muss liefern – und zwar rasch. Die nächsten Einkaufs-Sonntage stehen schon auf dem Kalender.

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