Kommentar zum Bußgeld für Masken-Muffel
Der richtige Weg

Wenn Freiwilligkeit und solidarische Einsicht in die Gefahr nicht helfen, muss der Staat einschreiten. Dies gilt im Fall der aktuellen Pandemie auch dann, wenn sich zwar eine überwältigende Mehrheit der Bevölkerung im öffentlichen Nahverkehr an die Abstandsregel und Maskenpflicht hält, eine uneinsichtige oder fahrlässige Minderheit dies aber eben nicht tut.

Mittwoch, 05.08.2020, 20:48 Uhr aktualisiert: 05.08.2020, 20:50 Uhr
Wer im Bus keinen Mund-Nasen-Schutz trägt, muss ein Bußgeld zahlen. Foto: dpa

NRW-Verkehrsminister Wüst hat nun eine Erhöhung der Bußgelder angekündigt , einige andere Bundesländer ziehen nach. 150 Euro Bußgeld sind wahrlich keine Kleinigkeit – aber genauso wenig ist es eben eine läss­liche Kleinigkeit, sich im begrenzten Raum eines Zug­abteils oder im Gedränge im Bus nicht an die Regeln zu halten.

Nordrhein-Westfalen ist bisher relativ gut durch die Krise gekommen – auch das Verdienst der Menschen, die sich bisher diszipliniert und solidarisch verhalten haben. Aufgeregte Debatten über die Effizienz von Masken zum Schutz vor Covid-19 kann jeder selbst ernannte Hobby-Virologe gern im Wohnzimmer führen – aber nicht mit anderen Passagieren oder Busfahrern, die aktuell für ihren Dienst an der Gemeinschaft ohnehin einem erhöhten gesundheitlichen Risiko ausgesetzt sind.

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