Kommentar zu Kindesmissbrauch
Jetzt sind die Richter gefragt

Am Anfang war es nur eine Telefonnummer, die Polizisten 2019 bei Andreas V., dem Haupttäter im Missbrauchsfall Lügde, fanden. Sie führte zu einem Mann aus Northeim , aber dem war nichts nachzuweisen. Doch die Beamten beließen es nicht dabei. Sie bohrten weiter, sie gaben nicht auf – und sie wurden belohnt.

Dienstag, 04.08.2020, 19:45 Uhr aktualisiert: 04.08.2020, 19:48 Uhr
Symbolbild. Foto: dpa

Mindestens sieben Kinder soll der Mann missbraucht haben. Mehr als 30 Pädokriminelle wurden im Zuge der Ermittlungen enttarnt, und 100 weitere müssen noch damit rechnen. Dieses Großverfahren, das jetzt von niedersächsischen Polizisten und Staatsanwälten geführt wird, geht auf die Beharrlichkeit der EK „Eichwald” zurück - gut gemacht!

Bei aller Freunde über den Ermittlungserfolg – das Ausmaß des Falls lässt erneut schaudern. Kindesmissbrauch ist weit verbreitet. Er ist ein Massendelikt, diese Erkenntnis lässt sich nicht mehr verdrängen. Deshalb müssen der erfolgreichen Polizeiarbeit entsprechende Gerichtsurteile folgen. Die Richter sollten an die oberen Strafgrenzen herangehen. Zwar schrecken harte Urteile andere Kindervergewaltiger nicht ab. Aber sie sorgen zumindest dafür, dass überführte Verbrecher für lange Zeit keinen Zugriff mehr auf Kinder haben.

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