Kommentar zur Erstattung von Flugtickets
Keine Ausrede

Die coronabedingte Lage für die Luftfahrtbranche ist unbestritten existenzbedrohend. Staatshilfen, wie sie die Lufthansa, Air France und viele andere Airlines erhalten, sind daher angebracht. Allerdings darf die Ausnahmesituation keine Ausrede für die Fluggesellschaften sein, um geltendes Verbraucherrecht zu umgehen oder Kunden bewusst hinzuhalten.

Freitag, 10.07.2020, 19:09 Uhr aktualisiert: 10.07.2020, 19:12 Uhr
Symbolbild. Foto: dpa

Diesem Geschäftsgebaren, in manchen Fällen sogar verbunden mit dreisten Lügen bezüglich der Gültigkeit der von der EU abgeschmetterten Gutscheinlösung, darf die Politik nicht länger tatenlos zusehen. Die Auszahlung von Staatsmitteln sollte an die Begleichung gerechtfertigter Kundenansprüche gekoppelt werden. Schließlich warten viele Ticketinhaber auch Monate nach dem ausgefallenen Flug noch auf Hunderte, teils Tausende Euro. Geld, das ihnen aufgrund der Kurzarbeit und für die Planung eines Ersatzurlaubs in ihren Brieftaschen fehlt.

Die Betroffenen sollten sich dennoch keineswegs abwimmeln lassen oder gar resignieren. Notfalls haben sie sehr gute Chancen, sich ihr Geld über den Rechtsweg zurückzuholen. Ein anwaltliches Schreiben genügt oftmals bereits, um den Widerstand der Fluggesellschaften zu brechen.

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