Kommentar zur Lage in den USA
Wahlkampf mit Rassismus

Es ist schwer auszuhalten, was derzeit in den USA geschieht. Die Gewalt weißer Polizisten gegen afroamerikanische Bürger ist nicht neu. Doch jeder neue Todesfall macht einen umso fassungsloser, wenn von der festgenommenen und wehrlosen Person keine Gefahr mehr ausgehen konnte.

Dienstag, 02.06.2020, 19:38 Uhr aktualisiert: 02.06.2020, 19:50 Uhr
US-Präsident Donald Trump geht im Lafayette-Park an Polizisten vorbei, nachdem er die St. John’s Episcopal Church besuchte. Foto: Patrick Semansky/AP/dpa

Donald Trump ist ganz offensichtlich davon überzeugt, dass ihm seine verbalen Eskalationen im Wahlkampf nützen können – weil er damit seine Stammwähler zu mobilisieren glaubt. Es ist nicht anders zu erklären: Der US-Präsident nimmt billigend in Kauf, dass sich der unüberwundene, unterschwellig immer vorhandene Rassismus in den USA in einer Weise Bahn brechen könnte, die nicht mehr zu kontrollieren wäre. Außer mit dem Militär.

Was Trump in die Hände spielt: Neben den vielen friedlichen Prostesten gibt es Plünderungen, Ausschreitungen und Gewalt gegen Polizisten. Da wird schnell der Ruf nach einem starken Mann laut.

Hoffnung machen versöhnliche Gesten. Wie die von Terence Monahan. Der (weiße) Abteilungsleiter der Polizei von New York ist mit (schwarzen) Demonstranten auf die Knie gegangen. Das ist ein starker Mann.

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