Kommentar zur Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt im März 2020
Noch nie hat die Statistik so getäuscht

Alles gar nicht so schlimm am deutschen Arbeitsmarkt? Im Gegenteil. Noch nie hat die Statistik aus Nürnberg so getäuscht wie Ende März 2020.

Dienstag, 31.03.2020, 19:13 Uhr aktualisiert: 03.04.2020, 08:00 Uhr
Die Bundesagentur für Arbeit hat am Dienstag die Arbeitsmarktdaten für März 2020 vorgelegt. . Foto: dpa

Die Zahlen stammen, wie die Arbeitsagenturen selbst hervorheben, vom 12. des Monats. Da waren die ersten Folgen der Corona-Krise zwar schon eingetreten – aber so kurz, dass die Unternehmen kaum Zeit hatten, zu reagieren. So kommt es, dass die Arbeitslosenzahl auch in OWL im Vergleich zum Vormonat sogar gesunken ist.

Ein Vergleich mit März des vergangenen Jahres zeigt allerdings, dass auch schon am 12. März 2020 nicht alles mehr golden war. Außer in den eher ländlichen Kreisen Höxter und Lippe liegen die Arbeitslosenzahlen da schon deutlich über den Vorjahreswerten.

Kommentare

Paul Schneider  wrote: 01.04.2020 08:41
Statistik
Wie immer zum Monatsbeginn veröffentlicht die Budesagentur für Arbeit ihre Lügenmärchen von der Arbeitslosigkeit in Deutschland. Nicht nur, dass ein wesentlicher Teil der Arbeitslosen nicht erwähnt wird, es wird auch nicht mit exakten Zahlen, sondern mit Schätzungen und Hochrechnungen gearbeitet. Völlig "vergessen" werden jene Millionen von Deutschen, die aus Angst vor den entwürdigen Behandlungen in den Argen und/oder aus Scham auf Leistungen verzichten, obwohl sie ihnen zustehen würden. Ein grosser Teil der Arbeitslosen werden nicht in der Statistik aufgenommen, weil die BA auf Anweisung von der Politik handelt. Da gibt es diejenigen, die im ersten Jahr ihrer Arbeitslosigkeit sind und daher Anspruch auf Arbeitslosengeld I haben. Das sind etwa 850.000 Menschen. Über 4,4 Millionen erhalten Hartz IV und etwa 1,7 Millionen Sozialgeld. Das sind genau 7 Millionen Leistungsbezieher. Da gibt es die noch jene, die Wohngeld, Kinderzuschlag, Grundsicherung im Alter und/oder Sozialhilfe beziehen. Ich schätze um die 1 Million. Über 3 Millionen sind inzwischen unterbeschäftigt und Tausende sind in "Massnahmen" untergebracht. Dann gibt es noch - wie oben erwähnt - und vom Institut für Arbeitsmark- und Berufsforschnung bestätigten - 3,2 bis 4,9 Millionen, die keine Leistungen beantragt haben. Damit sind wir bei einer Gesamtzahl von ca. 15 bis 17 Millionen.. Da sieht die Arbeitslosenquote schon ganz anders aus.
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