Kommentar zum Coronavirus Ansteckungsgefahr für die Wirtschaft

Angst ist ein hoch ansteckender Virus. Traditionell sind Börsianer dafür besonders empfänglich. Schon kleinere Gerüchte als das einer drohenden Pandemie können jene, die große Gelder verwalten, nachhaltig verunsichern.

Von Bernhard Hertlein
Eine Boeing 747 der Lufthansa startet auf dem Flughafen Frankfurt. Die Luftverkehrsbranche bekommt bereits die Auswirkungen der Ausbreitung des Corona-Viris zu spüren.
Eine Boeing 747 der Lufthansa startet auf dem Flughafen Frankfurt. Die Luftverkehrsbranche bekommt bereits die Auswirkungen der Ausbreitung des Corona-Viris zu spüren. Foto: Boris Roessler/dpa

Diesmal ist es ernst, vielleicht vergleichbar ernst wie zu Beginn der Finanzkrise 2008. Es ist gar nicht so wichtig, ob „Covid-19” tatsächlich Reaktionen wie in der internationalen Logistik oder bei den Hamsterkäufern in Europa rechtfertigt. Die Reaktionen sind da, und die Unternehmen müssen mit den Produktions- und Lieferausfällen zurechtkommen.

Eine erprobte Reaktion ist die Kurzarbeit. Sie trug vor zwölf Jahren dazu bei, dass die deutsche Wirtschaft mit vergleichsweise geringem Schaden aus der Finanzkrise herauskam. Die Gefahr jeder Maßnahme, die den normalen Arbeitsrhythmus stört, ist das, was sie an anderer Stelle auslöst. Je kleingliedriger die Ketten zwischen Zulieferern und Produzenten sind, desto anfälliger ist das System insgesamt. Grund zur Panik besteht nicht. Aber es wird die Aufgabe der Zukunft sein, Abhängigkeiten zu verringern. So führt der Heilungsprozess vielleicht zu einer stärkeren Wertschätzung der Lieferanten in der Region.

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