Kommentar: Und immer wieder Friedrich Merz Der Unruhestifter

Keine Frage: Sein Wort hat Gewicht, seine akzentuierten programmatischen Äußerungen wecken in der CDU Sehnsüchte: klare Kante, klassischer Konservatismus, Wirtschaftskompetenz. Friedrich Merz. Vom enttäuschten Polit-Aussteiger avanciert der Sauerländer für viele Unionisten zum Hoffnungsträger. Unterhalb einer Kanzlerkandidatur lässt sich Merz ungern handeln.

Von Norbert Tiemann
Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz.
Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz. Foto: dpa

Seine Chancen auf dieses Amt setzt er allerdings selbst aufs Spiel, indem er regelmäßig gegen führende Parteifreunde wortgewaltig austeilt, sich selbst aber jedweder Verantwortungsübernahme in der Partei verweigert. Gekränkte Eitelkeit. CDU-Vize wollte er nach verlorener Wahlschlacht gegen Kramp-Karrenbauer nicht werden, Bundesminister auch nicht. Wahlkampf-Unterstützung?

Mal ja, mal nein. Und nun das Kokettieren mit einer Rückkehr in den Bundestag . Merz gefällt sich in der Rolle des Unruhestifters. Eine neue Karriere werden seine Konkurrenten zu verhindern wissen. Auch deshalb.

Kommentare

Unruhestifter

Ein Klischee? Gerade jetzt braucht die CDU "Männer" (oder andere Anzugträger/innen), die kompetent, selbstbewusst, zutiefst dem deutsche Volke verpflichtet sind, erfahren, schlau und respektiert auftreten. Woher sollten die "Männer" (oder andere Anzugträger/innen) in der CDU kommen? Merz, ein Lobbyist vom Feinsten. Ein Horror-Szenario, wenn Merkel tatsächlich nicht mehr zur Verfügung stehen sollte. Wenn BlackRock die Politik des Landes bestimmen sollte, dann nur in Zusammenhang mit der transatlantischen-, internationalen und europäischen Finanzpolitik, mit besonderem Blick auf die Eurozone. Das ist Merz Fachmann. Aber ob er auch Kanzler kann, bezweifle ich.

1 Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7239656?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198306%2F2269031%2F