Kommentar zur Eskalation im Irankonflikt Auf Messers Schneide

Im Pulverdampf, der über dem Irak liegt, finden die Friedenstauben nur schwerlich die Orientierung. Auf die US-Militäraktion folgte am Mittwoch der Gegenschlag aus Teheran . Das stand zu erwarten. Und doch gibt es die Hoffnung, dass beide Seiten – die USA und der Iran – vorerst auf eine weitere Eskalation zu verzichten bereit sind. Was bleibt, ist die Nervosität weltweit, die Furcht vor dem großen Krieg, der beim nächsten unbedachten Zündeln vom Zaun brechen könnte.

Von Michael Giese
Symbolbild.
Symbolbild. Foto: dpa

Es kommt jetzt auf Donald Trump an, aber ebenso auf das Mullah-Regime, ob die Konfliktparteien weiter Öl ins Feuer gießen. Der US-Präsident hat erst mal deutliche Signale der Entspannung nach Teheran gesandt. Freundliche Worte statt Kriegsrhetorik. Trump bietet gar den Dialog an – allerdings zu seinen Bedingungen. Ob sich der Iran darauf einlässt, bleibt abzuwarten.

Über dem Irak herrscht nun eine knisternde Stille. Trump hatte dem Iran zunächst den Fehdehandschuh hingeworfen – Teheran übte Vergeltung. Nichts ist damit geklärt: Amerika bleibt der „Todfeind“. Die Welt verharrt im Krisenmodus, das Feuer an der Lunte ist nicht gelöscht. Der Irankonflikt steht weiter auf Messers Schneide.

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