Kommentar zum Buschfeuer in Australien
Zauderer und Zögerer

Australien kennt Hitzewellen und Buschfeuer. Doch das Ausmaß der aktuellen Katastrophe verschlägt einem den Atem. Man stelle sich vor: Vom Erscheinungsort dieser Zeitung bis zur mehrere Hundert Kilometer entfernten Küste im Norden würde man sich nur noch durch Ödland bewegen. Verbrannte Erde, zerstörte Siedlungen, Menschen und Tiere auf der Flucht. 133 Feuer wies am Dienstag der australische Warndienst aus. Und immer wieder der Hinweis: Out of control – außer Kontrolle.

Dienstag, 07.01.2020, 21:48 Uhr aktualisiert: 07.01.2020, 21:52 Uhr
Symbolbild. Foto: dpa

Angesichts dieser Dimensionen ist es bewundernswert, wie in Australien seit Wochen Feuerwehrleute und freiwillige Helfer teilweise in Lebensgefahr gegen die Flammenwellen ankämpfen . Umso mehr irritiert, wie spät in Canberra auf die offensichtliche Not reagiert wird. ­Premierminister Scott Morrison ist bisher nicht als Katastrophenmanager, sondern als Zögerer und Zauderer in Erscheinung getreten. Jetzt verspricht er Milliardenhilfen und ruft die Reservisten.

Wie lange wird sich Morrison noch gegen Hilfe von außen stemmen? Die riesigen Rauchwolken sind bereits auf dem Weg zu den Nachbarn. Und die sehen mit Schrecken zum Himmel, denn es brennt weiter.

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