Kommentar zur Eskalation am Golf Trumps Höllenwerk

Die Lunte brennt. Donald Trump hat den Mullahs in Teheran offen den Krieg erklärt. Der tödliche Militärschlag gegen den iranischen General Soleimani lässt keine diplomatischen Beschwichtigungen, keinen politischen Spielraum zu. Der Iran sieht klar eine rote Linie überschritten.

Von Michael Giese
Donald Trump, Präsident der USA, spricht bei einer Videokonferenz in seinem Anwesen Mar-a-Lago mit US-Soldaten. Die US-Armee hat auf Befehl von Präsident Trump bei einem Raketenangriff nahe dem Flughafen der irakischen Hauptstadt Bagdad den Kommandeur der iranischen Al-Kuds-Brigaden Soleimani getötet.
Donald Trump, Präsident der USA, spricht bei einer Videokonferenz in seinem Anwesen Mar-a-Lago mit US-Soldaten. Die US-Armee hat auf Befehl von Präsident Trump bei einem Raketenangriff nahe dem Flughafen der irakischen Hauptstadt Bagdad den Kommandeur der iranischen Al-Kuds-Brigaden Soleimani getötet. Foto: dpa

Um das Gesicht zu wahren, schwört sich Teheran auf den Rachefeldzug ein. Es ist zu befürchten, dass Trumps Drohnen-Kommando nur der Auftakt war zu einem blutigen Höllenwerk. Wenn die Mullahs eines beherrschen – dann ist es Terror.

Die Golfregion wird zum hoch explosiven Pulverfass. Donald Trump hat sich mit einem Schlag in eine Lage gebracht, die er im Wahljahr 2020 tunlichst vermeiden wollte – die USA in ein weiteres militärisches Abenteuer zu stürzen.

Der Boden im Irak wird heiß – zu heiß auch für die dort stationierten Bundeswehr-Soldaten? So sehr sich die Europäer nun um Deeskalation bemühen, im Irak werden auch die Bündnispartner der US-Amerikaner keinen sicheren Stand mehr haben. Der Iran zieht dort die Fäden, dafür hatte bereits der getötete General gesorgt. Zwischen den Fronten gibt es nichts mehr zu gewinnen.

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Trumps Höllenwerk

Den Iran als "Ziel" der amerikanischen Geopolitik ist nicht allein auf Trump zurückzuführen. Bereits 2008, als sich Hillary Clinton im Wahlkampf für das Präsidentschaftsamt befand, hatte sie ziemlich präzise Worte für die Iraner parat: "Ich will die Iraner wissen lassen, dass wir den Iran angreifen, für den Falll dass ich Präsidentin werde". (Zitat zu lesen bei Reuters). Sowohl Clinton als auch jetzt Trump, Vertreter des "Tiefenstaates" USA, geht es ausschliesslich um den Bestand des Petro-Dollars - und damit um die schiere Existenz, Erinnern wir uns daran, dass Libyen und Irak zerstört wurden, weil sie für den Verkauf ihres Öls keine US-Dollar mehr als Bezahlung annehmen wollten. Gaddafi und Sadam Hussein haben dies mit ihmrem Leben bezahlt. Nun ist der Erzfeind Iran dran, nachdem dieser erklärte, dass er ebenfalls so verfahren wolle. Ein Waffengang der USA mit dem Iran kann nicht zum Erfolg führen, dass wissen auch die "Neocons" und/oder "Falken" in den USA. Die Basen und Schiffe der Amerikaner im und um den arabischen Golf wären bei direkten Angriff des Iran in höchste Gefahr, vernichtet zu werden.Und der Iran kann die Strasse von Hormus schliessen, Und auch die übliche Luftüberlegenheit der US-Air-Force, ohne die die USA nicht angreifen können, ist nicht mehr gegeben, weil Russland seine überlegenen Luftabwehrraketen S-300 an den Iran geliefert hat. Trotzdem bleibt die Region ein Pulverfass.

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