Kommentar zum Preistief am Rohöl-Markt
Freude an der Zapfsäule

Die Ölpreise sind niedrig – zur Freude der deutschen Autofahrer und zum Ärger der Ölproduzenten. Weil die Weltwirtschaft zunehmend schwächelt, sinkt die Nachfrage nach Rohöl. Gleichzeitig halten die USA und Russland ihre Produktion hoch. So haben etwa die Vereinigten Staaten jüngst erstmals seit 70 Jahren mehr Öl exportiert, als sie eingeführt haben. All das drückt den Preis am Rohölmarkt.

Freitag, 06.12.2019, 21:20 Uhr aktualisiert: 06.12.2019, 21:22 Uhr
Das OPEC-Logo am Sitz der Organisation Erdöl-exportierender Länder. Foto: dpa

Die Opec bemüht sich zwar gegenzulenken, indem sie ihre tägliche Produktion um 500 000 Barrel kürzt. Diese Senkung um 0,5 Prozent dürfte aber angesichts der sinkenden Nachfrage verpuffen. Zu einem deutlicheren Einschnitt konnte sich das Kartell nicht durchringen. Denn es herrscht Streit. So will etwa Saudi-Arabien die Förderung nicht drosseln – vor allem wegen des kurz bevorstehenden Börsengangs des Staatskonzerns Aramco, der der größte Schritt aufs Parkett aller Zeiten ist.

Die Autofahrer und Heizöl-Käufer können sich also wohl noch länger die Hände reiben. Tanken und Heizen bleibt preiswert – zumindest bis die staatliche CO2- Steuer greift.

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