Kommentar zur Reservierungspflicht bei der Bahn
Viele Weichen zu stellen

Jeder der schon einmal in einem völlig überfüllten Zug stundenlang durch Deutschland gefahren ist, weiß den Wert eines Sitzplatzes zu schätzen. Eine Pflicht zur Reservierung ist aber nicht das Allheilmittel gegen solche Zustände. Vielmehr gibt es eine Vielzahl an Weichen, die die Deutsche Bahn im Sinne ihrer Fahrgäste stellen sollte. Vor allem auch, weil sie selbst im Zuge der niedrigeren Mehrwertsteuer auf Fernverkehrstickets schon in den nächsten Monaten mit einem spürbar höheren Passagieraufkommen rechnet.

Sonntag, 24.11.2019, 20:30 Uhr
Reisende gehen am Hauptbahnhof München über eine Plattform. Foto: Tobias Hase/dpa

Ein Auslöser für immer wieder übervolle Abteile und Großraumwagen ist die viel zu hohe Zahl an Zugausfällen und Verspätungen. Hinzu kommen fehlende Waggons oder ganze Zugteile, geänderte Wagenreihungen und der Ausfall der Reservierungsanzeige in den Zügen. Da macht schnell wieder das Wort von der Servicewüste Deutsche Bahn die Runde.

Erste kleine Verbesserungen wie Hinweise auf die Zugauslastung im Buchungsvorgang sind festzustellen – auch der Digitalisierung sei Dank. Das aber kann nur ein Anfang sein. Will die Bahn wirklich wettbewerbsfähig sein, muss sie in allen Bereichen Fahrt aufnehmen.

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