Kommentar zu E-Auto-Ladesäulen
An einem Strang

Als gäbe es den Klimawandel und die Diskussion um alternative Antriebe nicht, beträgt der Anteil der Autos mit hybridem oder Elektroantrieb an den Neuzulassungen nur acht Prozent. Dagegen entschieden sich 40 Prozent der Autokäufer für einen SUV oder Geländewagen.

Montag, 04.11.2019, 23:52 Uhr aktualisiert: 05.11.2019, 08:58 Uhr
Symbolbild. Foto: Arne Dedert/dpa

Nun hilft es nicht, auf die Autofahrer zu schimpfen. Immerhin ist die Zahl derer, die den Kauf eines Elektroautos zumindest erwägen, wesentlich höher. Wenn sie es am Ende nicht tun, dann liegt das außer an den höheren Kosten vor allem an der zu geringen Reichweite und an der schlechten Lade-Infrastruktur.

Bessere Akkus kann auch eine Regierung nicht herbeizaubern. Aber den Kaufpreis für Elektroautos kann sie natürlich senken, indem sie ihn subventioniert.

Noch wichtiger sind Maßnahmen, die das Netz an Ladestationen dichter ziehen. Die Kanzlerin scheint bereit. Warum sie jedoch in diesem Fall zum großen Autogipfel nicht zumindest auch Vertreter der Energiekonzerne einlud, ist ein Rätsel. Konzertierte Aktionen, bei denen tatsächlich alle Beteiligten an einem Strang ziehen, sind, wie auch die Energiewende und andere Beispiele zeigen, keine Stärke der deutschen Politik.

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