Kommentar über Kinderlebensmittel
Unverantwortlich

Die Forderung ist plakativ: Ein Werbeverbot für Fruchtzwerge, Pombär-Chips oder andere vermeintliche Kinderlebensmittel, die wegen ihres hohen Zucker-, Salz- oder Fettgehaltes eigentlich Anti-Kinderlebensmittel heißen müssten. Wo die Industrie die Kleinen mit niedlichen Bildern ködert und Käpt’n Iglo den Eltern vorgaukelt, dem Nachwuchs etwas Gutes zu tun, hört der gute Geschmack auf.

Dienstag, 29.10.2019, 20:45 Uhr aktualisiert: 29.10.2019, 20:50 Uhr
Symbolbild. Foto: dpa

Zwar bemühen sich Ferrero & Co. um mehr Glaubwürdigkeit. Das heißt aber vor allem, dass die Verführung nicht mehr so plump daher kommt.

Ob ein Werbeverbot Abhilfe leisten könnte, ist gerade deshalb fraglich. Dennoch ist die Politik gefordert, die Industrie stärker in die Pflicht zu nehmen. Ernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) darf sich nicht mit einem freiwilligen Label zufrieden geben, sondern muss in der EU für Verbindlichkeit kämpfen.

In der Pflicht sind aber vor allem die Eltern. Sie müssen wissen, wie schädlich der Dauerverzehr von Süßem und Salzigem ist. Wer seine Kinder aus Bequemlichkeit nicht davor schützt, handelt unverantwortlich.

 

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