Kommentar zur Listerien-verseuchten Wurst von Wilke Der Skandal dahinter

Clemens Tönnies hat Recht: Der Skandal um die Listerien-verseuchte Wurst und eventuell auch anderer Produkte des Unternehmens in Hessen offenbart erschreckende Defizite bei der Lebensmittelüberwachung in Deutschland.

Von Paul Edgar Fels
Heruntergelassen sind die Rolltore des Fleischherstellers Wilke Wurstwaren. Der Skandal um die Listerien-verseuchte Wurst offenbart erschreckende Defizite bei der Lebensmittelüberwachung in Deutschland.
Heruntergelassen sind die Rolltore des Fleischherstellers Wilke Wurstwaren. Der Skandal um die Listerien-verseuchte Wurst offenbart erschreckende Defizite bei der Lebensmittelüberwachung in Deutschland. Foto: dpa

Jede Behörde kocht offenbar ihr eigenes Süppchen – und der Verbraucher ist am Ende der Leidtragende. Warum sonst erfährt die Öffentlichkeit nur scheibchenweise, wo überall Produkte von Wilke verkauft wurden? Das ist der Skandal hinter dem Skandal!

In NRW und wohl noch einigen anderen Bundesländern scheint die Überwachung ganz gut zu funktionieren. Offenbar aber nicht in Hessen. Der Fall Wilke liefert den Beweis für Versäumnisse. Dass das Unternehmen sogar eine IFS-Zertifizierung auf »höherem Niveau« im Bereich Food vorzeigen konnte, wie die »Waldeckische Landeszeitung« schreibt, macht erst recht stutzig. Wurden Prüfer eventuell mit krimineller Energie getäuscht?

So oder so: Lebensmittel sind ein so hohes Gut, dass die strenge Überwachung eine Selbstverständlichkeit sein sollte – mit einem einheitlichen bundesweiten Konzept.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6988722?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198306%2F2269031%2F