Meinung
Schädlich für die Sache

Die Bewegung »Fridays for Future« kennt inzwischen jedes Kind. Das Bündnis »Aufstand gegen das Aussterben« (»Extinction Rebellion«) dagegen dürfte bislang eher nur erfahrenen Klima-Aktivisten ein Begriff gewesen sein. Zumindest in Berlin haben die Klima-Rebellen nun ihren Bekanntheitsgrad erweitert. Gestern legten sie zentrale Verkehrsknotenpunkte lahm. Ob sich damit das Klima retten lässt ?

Montag, 07.10.2019, 21:38 Uhr aktualisiert: 07.10.2019, 21:50 Uhr
Aktivisten der Klimabewegung Extinction Rebellion stehen auf dem Potsdamer Platz. Foto: dpa

Offenbar haben sich Teile der Umweltschutzbewegung stark radikalisiert. Ihre Aktionen sind dazu angetan, einen Keil in die Protestbewegung zu treiben und einem berechtigten Anliegen schweren Schaden zuzufügen. Wer gestern früh mit dem Auto im Stau stand, dürfte nicht gerade sein Herz für solche Formen des Widerstands entdeckt haben. Und für die eigentliche Sache womöglich auch nicht.

Fest steht: Umweltschutz müssen sich auch jene leisten können, für die der tägliche Arbeitsweg mit dem eigenen Fahrzeug ohne Alternative ist. Andernfalls wird die gesellschaftliche Unterstützung schwinden. Und das wäre im Kampf gegen den Klimawandel wirklich fatal. »Fridays for Future« sollte sich von diesen radikalen Kräften distanzieren.

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