Kommentar zu Cem Özdemir
Berlin oder Stuttgart

Es wirkt wie der Ego-Trip eines Politikers, dessen mediale Präsenz größer ist als seine tatsächliche Bedeutung. Wer als Dauergast in Talkshows sein rhetorisches Talent zur Schau stellt und sich an den Applaus gewöhnt, der darf im zarten politischen Alter von 53 Jahren durchaus noch Karrierepläne haben.

Sonntag, 08.09.2019, 21:30 Uhr
Cem Özdemir (Bündnis 90/Die Grünen). Foto: dpa

Hätten die Jamaika-Sondierungen im Herbst 2017 ihr Ziel erreicht, wäre Cem Özdemir heute mit hoher Wahrscheinlichkeit Bundesaußenminister. Und vielleicht ergibt sich die Chance noch einmal – nach der nächsten Regierungsbildung, wenn es für Schwarz-Grün reichen sollte oder die FDP bei Jamaika dabei wäre.

Der selbsternannte »anatolische Schwabe« bringt sich mit der Kandidatur in Position für die nächste Aufgabe. Und die muss nicht unbedingt der Fraktionsvorsitz sein. Mit dem Vorstoß meldet Özdemir generell Ansprüche an. Sein Ziel könnte auch in Stuttgart liegen. Dort heißt es schon, dass Özdemir zur Hälfte der nächsten Legislaturperiode Winfried Kretschmann – sollte er wiedergewählt werden – als Ministerpräsident von Baden-Württemberg ablösen könnte.

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