Meinung
Warum eine neue Sau?

Mit ihrer Weigerung, das geplante staatliche Tierschutzlabel ohne Widerspruch einfach so zu akzeptieren, laufen die Landwirte wissentlich Gefahr, wieder einmal in die Ecke der Tierquäler und Naturfeinde abgestellt zu werden. Doch bevor dieser Reflex einsetzt, sollte jeder Verbraucher überlegen, was er beiträgt, damit die ökologische Landwirtschaft bestehen kann.

Donnerstag, 05.09.2019, 21:18 Uhr aktualisiert: 05.09.2019, 21:20 Uhr
Symbolbild. Foto: dpa

Vorwurf

Der früher gern erhobene Vorwurf, man wisse nicht, wie die Lebensmittel erzeugt würden, gilt heute nicht mehr. Die Zahl der Labels, die unterschiedliche Ansprüche an Tier- und Naturschutz erfüllen, ist so groß, dass jeder mit kleinem Aufwand das Produkt ausfindig machen kann, das seinen Ansprüchen gerecht wird. Und im Gegensatz zum geplanten dreistufigen staatlichen Tierschutzlabel haben die Bio-, Öko- und Tierwohlzeichen für den Bauern den Vorteil, dass sie in der Regel auch Vereinbarungen mit dem Lebensmittelhandel beinhalten, der die teureren Produkte schließlich vermarktet.

Manchmal ist es– pardon – besser, keine neue Sau durchs Dorf zu treiben. Im Klartext: Bevor Politiker ein neues Gesetz beschließen, sollten sie eventuell erst die bestehenden Instrumente verbessern.

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