Kommentar über den Trend zu Privatschulen
Privat heißt nicht elitär

Eine Million Kinder, die auf Privatschulen gehen: Ist das der Trend zum Zweiklassensystem bei der Bildung?

Mittwoch, 07.08.2019, 20:45 Uhr
Symbolbild. Foto: dpa

Nun mal langsam. Privat heißt nicht ja unbedingt elitär. Und viele Privatschulen sind gar nicht wirklich privat, sondern werden von religiös oder weltanschaulich geprägten Gemeinschaften getragen. Die Schulen in evangelischer wie katholischer Trägerschaft zählen ebenso dazu wie die Waldorfschulen oder die Montessori-Schulen, die für ein ganz eigenes pädagogisches Konzept stehen. Eltern müssen nicht reich sein, um das – zumeist überschaubare Schulgeld – zu zahlen. Von Eltern wie Lehrern wird dort allerdings zumeist ein besonders Engagement gefordert. Das erklärt zumindest einen Teil des Erfolgs.

Elite-Internate, wie man sie vor allem im angelsächsischen Raum findet, sind in Deutschland die Ausnahme. Damit das so bleibt, muss das staatliche Schulsystem allerdings leistungsfähig sein. Inklusion, Integration, wachsender sozialpädagogischer Förderbedarf: Zusätzliche Aufgaben bürdet der Staat seinen Schulen gerne auf, zusätzliches Personal spendiert er aber nur ungern. Der Staat muss sich vorsehen, dass er den Bogen nicht überspannt.

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