Meinung
Regeln und Kontrolle

Da ist Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) wohl zu optimistisch gewesen. Von wegen, E-Tretroller sind eine Alternative zum Auto für den kurzen Weg zur Arbeit.

Montag, 05.08.2019, 21:43 Uhr aktualisiert: 05.08.2019, 21:50 Uhr
Symbolbild. Foto: dpa

Eher scheinen die Roller in den großen Städten etwas für Touristen zu sein. Zu Scheuers Ehrenrettung muss man allerdings sagen: Der einzige Markt, der in den vergangenen zwei Monaten in Gang gekommen ist, ist der der Ausleih-Roller. Denn wer als Privatmann einen E-Roller mit Straßenzulassung kaufen will, muss noch ganz schön tief in die Tasche greifen. Das dürfte viele abschrecken.

Die Dinger stehen jedenfalls in der Gegend herum und versperren anderen den Weg. Viele Nutzer brettern mit ihnen über die Bürgersteige, nicht selten alkoholisiert. Das kann man zum Beispiel jeden Tag in Berlin erleben. Es fehlt an Ordnung, an Regeln, an Struktur, wie und wo die Roller abgegeben oder nach Benutzen hingestellt werden dürfen.

Was es aber noch weniger gibt, sind Kontrollen. Das wiederum verwundert nicht. Denn auch andere Vergehen im Straßenverkehr werden oft nicht mehr geahndet. Selbst dann nicht, wenn die Polizei auf der anderen Straßenseite steht.

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