Kommentar zu Gewalt in Kliniken
Erschreckende Entwicklung

Vorbereitung auf brenzlige Situationen, ja sogar Schulungen zur Abwehr körperlicher Übergriffe: Es zeugt von hoher Professionalität, dass sich so viele Kliniken in OWL Gedanken um die Sicherheit ihrer Mitarbeiter machen.

Freitag, 02.08.2019, 21:15 Uhr aktualisiert: 03.08.2019, 09:58 Uhr
Im Klinikum Herford war es im März 2018 zu einem Angriff eines Patienten, wobei eine Ärztin schwer verletzt wurde.

Der Anlass ist allerdings erschreckend. Pöbeleien nicht nur in den Notaufnahmen, sondern auch auf regulären Stationen werden überall als wachsendes Problem wahrgenommen. Körperliche Angriffe bleiben – zum Glück! – noch die Ausnahme.

Was tun? Die Schulungen helfen dem Klinikpersonal dabei, gefährliche Situationen möglichst frühzeitig zu entschärfen. Doch wie ist Patienten oder Angehörigen beizukommen, die damit nicht zu stoppen sind?

Ein unbedachtes Wort mag mit einer Entschuldigung aus der Welt zu schaffen sein, nicht aber eine Drohung oder ein körperlicher Angriff. Den Kliniken bleibt nur der Weg der Strafanzeige – und der sollte konsequent beschritten werden. 100 Sozialstunden in einer Klinik: Das wäre ein gutes Strafmaß.

 

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