Kommentar zu Arbeitswelten
Einfach mal spinnen

Sofaecke, Sitzbank im Firmengarten, Sauna, Fitnessstudio, Fünf-Stunden-Tag: Was sind das nur für spinnerte Ideen! Die meisten Arbeitnehmer haben ganz andere Sorgen. Mal sind es billige Arbeitskräfte in Fernost, mal die von Künstlicher Intelligenz gesteuerten Automaten und Roboter, die ihnen absehbar den Arbeitsplatz streitig machen.

Dienstag, 04.06.2019, 21:30 Uhr
Symbolbild. Foto: Stephanie Pilick/dpa

Die Vorgesetzten sind oft wenig hilfreich. Einige nehmen Veränderungen schnöde zum Anlass, um den Druck zu verstärken. Ebenso schlimm sind die, denen nichts einfällt und die die Dinge deshalb einfach laufen lassen.

Da ist es doch besser, einfach mal zu spinnen und neue Dinge auszuprobieren. Wer den gesamten Arbeitsmarkt in den Blick nimmt, muss gar nicht so skeptisch sein. Jährlich steigen in Deutschland 380.000 Berufstätige aus, ohne dass sie ersetzt werden.

In der IT, der Pflege, weiten Teilen des Handwerks: Überall gibt es Lücken, weil Fachkräfte fehlen. Und außerdem: 2030, so die etwas ältere Prognose, arbeiten 85 Prozent der Studenten in Berufen, die es heute noch nicht gibt. Sie finden sie nicht, wenn sie den Kopf vor Angst in den Sand stecken.

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