Kommentar zum Thema Wohngeld
Schluss mit Willkür

Horst Seehofer hat das »Wohngeldstärkungsgesetz« auf den parlamentarischen Weg gebracht. Und das ist ausnahmsweise mal kein Etikettenschwindel. Der Name ist verdient.

Mittwoch, 08.05.2019, 21:32 Uhr aktualisiert: 08.05.2019, 22:00 Uhr
Mehr Menschen als bisher sollen Wohngeld erhalten – und wer jetzt schon Wohngeld bezieht, bekommt wohl bald mehr. Foto: dpa

Das Wohngeld war lange Zeit ein Stiefkind der Politik. Vor allem dann, wenn der Bund mal wieder knapp bei Kasse war. So kam es, dass zwischen den Anpassungen des Wohngeldes an die Mietentwicklung einmal sogar zehn Jahre ins Land gingen.

Auch die letzte Reform ist bereits vier Jahre her. Auf diese Weise verloren immer mehr Betroffene ihren Wohngeldanspruch, obwohl sie die festgelegten, aber zunehmend stärker veralteten Einkommensgrenzen zum Teil nur minimal überschritten. Mit dieser Willkür macht Seehofers Reform jetzt Schluss.

Künftig soll Wohngeld automatisch an die Miet- und Einkommensentwicklung angepasst werden. Das ist vernünftig. Denn das Wohngeld trägt dazu bei, dass die soziale Schere im Land nicht noch stärker auseinander geht.

Hoffentlich sehen das auch die Länder so, denn sie müssen die Wohngeldreform mitfinanzieren und damit auch mitbeschließen. Alles andere wäre ein politisches Versagen ersten Ranges.

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