Kommentar zur Luftverkehrsbranche
Kein Blankoscheck

Die Turbulenzen in der Luftverkehrsbranche nehmen zu. Reihenweise sind Airlines pleite gegangen, Flüge verspätet gestartet oder ganz ausgefallen. Die eigentlich wachsende Branche steckt in einem Dilemma, einem knallharten Wettbewerb – und mittendrin der Flughafen Paderborn-Lippstadt.

Dienstag, 09.04.2019, 07:00 Uhr
Die Turbulenzen in der Luftverkehrsbranche nehmen zu. Foto: dpa

Er leidet unter den Verwerfungen. Wettbewerber subventionieren Airlines mit Millionen, damit sie dort starten. Durch den Flughafen Kassel ist in der Nachbarschaft Konkurrenz hinzugekommen. Das war wirtschaftlicher Wahnsinn, allein von hessischen Interessen geleitet.

Natürlich ist ein Flughafen ein Standortfaktor – gerade auch für eine wirtschaftsstarke Region wie OWL. Deshalb auch ist er Geld wert. Klar ist aber auch: Die nächste Verdoppelung der Verlustabdeckung darf kein Blankoscheck sein. Für die Zukunft ist entscheidend, dass für alle Airports die gleichen Regeln gelten und fairer Wettbewerb herrscht. Andernfalls erleben ausgerechnet solche Flughäfen eine Bauchlandung, die wie der OWL-Airport seriös wirtschaften. Und dafür zahlen am Ende die Steuerzahler vor Ort.

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