Meinung
Noch lange ein Thema

Das vielschichtige Thema der deutschen IS-Rückkehrer und der Umgang mit ihnen wird die Bundesregierung noch lange beschäftigen. Innenminister Horst Seehofer (CSU) schlägt nun ein internationales Tribunal vor. Klingt erstmal gut, wäre aber ein Mammut-Verfahren angesichts Hunderter inhaftierter Kämpfer. Es kann also nur um führende Kader gehen und eine grundsätzliche Aufarbeitung des IS-Terrors.

Freitag, 05.04.2019, 21:00 Uhr
Die Bundesregierung weiß noch nicht, wie sie mit deutschen IS-Rückkehrern umgehen soll. Foto: dpa

Außerdem geht es ja nicht nur um Kämpfer, sondern auch um Frauen und den Nachwuchs. Gerade erst wurde eine Mutter mit ihren drei Kindern aus dem Kampfgebiet nach Deutschland geholt. Diese Angehörigen von IS-Kämpfern stellen noch einmal ein ganz besonderes Problem dar, weil damit immer auch die Frage verbunden sein wird, ob sie Opfer oder vielleicht künftige Täter sind.

Ein Großteil der Kinder ist laut Experten jedenfalls um die drei Jahre alt. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie traumatisiert sind, ist groß. Dass sie aber ideologisiert und radikalisiert sind, eher gering. Bei Älteren ist das womöglich anders.

Das bedeutet: Auf sie muss der Staat jetzt ebenfalls sein Augenmerk richten. Auch das wird nicht einfach.

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