Meinung
Alle Achtung!

Jetzt werden sie sich wieder melden, diejenigen, die schon vor 25, 30 Jahren gesagt haben: »Dieser Gerhard Weber mit seinem überdimensionierten Modekonzern und dem großen Stadion im kleinen Halle, der macht es nicht lange.« Und ja, am Ende behalten sie recht: Gerhard Weber fällt tatsächlich sehr tief. In der Zwischenzeit aber sind einige Jahrzehnte ins Land gegangen, in denen außer den Eigentümern und Beschäftigten auch die Region OWL sehr profitierte.

Sonntag, 03.03.2019, 21:38 Uhr aktualisiert: 03.03.2019, 21:40 Uhr
Gerhard Weber im Mai 2016. Foto: Hans Werner Büscher

Weber machte es niemandem leicht. Dem Handel nicht, dem er großspurig erklärte, was er anders machen müsste. Den Mitarbeitern nicht, die zu akzeptieren hatten, dass ihr Chef am liebsten alles selbst und viel besser machen würde. Und trotzdem: So ungewöhnlich, wie es jetzt den Anschein hat, ist es nicht, dass Gerhard Weber Fehler einräumt. Nur nahm er früher – etwa bei stagnierenden Umsätzen der Marke Taifun – in der Regel andere mit ins Boot.

Diesmal stellt er sich hin und sagt: Ich war’s – selbst wenn andere, unter anderem sein Sohn Ralf, formal die Entscheidung trafen. Herr Weber, trotz allem: alle Achtung!

Kommentare

Paul Schneider  wrote: 05.03.2019 09:08
Alle Achtung
Die Mode von Weber muss man nicht unbedingt lieben. Es gibt sicherlich viele Gründe für das Aus. Ein Grund ist sicher das Preissegment. Der Kunde, und zwar die Masse, kauft nun lieber Billigprodukte, wobei es ihm egal ist, unter welchen Bedingungen das Produkt hergestellt wurde. Für mich ist der Name Weber mit erfolgreichem Event-Management verbunden. Und dafür muss er sich nicht entschuldigen.
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