Kommentar zu Miele
Keine andere Wahl

Eine dreistellige Millionensumme für eine neue Generation von Einbaugeräten – wie verträgt sich das mit den Sparmaßnahmen bei Miele in Gütersloh? Die Frage ist berechtigt, zumal wenn man auch noch den großen Aufwand für die Produkteinführung berücksichtigt. Aber wie wäre es um die Zukunft des ostwestfälischen Traditionsunternehmens bestellt, wenn solche Investitionen nicht mehr erfolgten?

Mittwoch, 06.02.2019, 10:46 Uhr aktualisiert: 06.02.2019, 10:52 Uhr
Miele erneuert sein komplettes Einbaugeräteprogramm und steht damit vor der größten Proukteinführung seiner Geschichte. Foto: Wolfgang Wotke

Sicher, die neuen Geräte müssen die hohe Summe, die Miele für sie ausgibt, erst noch rechtfertigen. Man kann sich fragen: Wer braucht das? Wer braucht Kameras im Backofen oder Duftspender, die in unterschiedlichen Farben leuchten?

Die Wahrheit ist: Miele hat keine andere Wahl. Ein Unternehmen, das den Anspruch hat, an der Spitze der Entwicklung zu stehen, muss seine Produkte weiterentwickeln und dabei auch Risiken eingehen. Die wachsende Konkurrenz aus Asien, wo die Menschen ohnehin noch viel »smarter« unterwegs sind als in Deutschland, wird versuchen, sich gerade mit solchen Geräten hervorzutun. Es stünde Miele nicht gut an, ­ihnen bei der technologischen Entwicklung hinterhersehen zu müssen.

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