Kommentar zur Germania-Pleite
Ungerecht

Viele Urlauber, die von der Germania-Pleite betroffen sind, gucken nun in die Röhre. Das sind insbesondere diejenigen, die keine Pauschalreise gebucht haben, sondern ihren Flug auf der Internetplattform von Germania. Wie man das heutzutage halt so macht – mit ein paar Klicks hat man sich den vermeintlich günstigsten Tarif ge­sichert. Alles andere regelt man extra.

Dienstag, 05.02.2019, 21:32 Uhr aktualisiert: 05.02.2019, 21:50 Uhr
Germania-Flugzeuge auf dem Flughafen Düsseldorf. Foto: dpa

Nur: Während Pauschalreisende im Falle einer Insolvenz umfassend abgesichert sind und daher in aller Regel alternative Flüge organisiert bekommen, fehlt ein vergleichbarer Schutz bei Direktbuchern. Sie sind damit nur noch Urlauber zweiter Klasse. Das ist ungerecht – und kann eigentlich relativ leicht abgestellt werden, indem der Gesetzgeber die sogenannte Insolvenzsicherungspflicht für Reiseveranstalter auf Luftfahrtunternehmen er­weitert.

Entsprechende Anträge wurden von den Grünen und den Linken bereits im Bundestag gestellt. Zuletzt auch von der AfD. Mitte März findet dazu eine Anhörung statt. Man kann nur hoffen, dass das Parlament danach gute Regelungen im Sinne aller Verbraucher auf den Weg bringt.

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