Ein Kommentar zu den Sparplänen von Miele Kampfansage an die Sockenklappe

Die »Meckies« rücken bei Miele ein. Die weltweit als Jobkiller verrufenen Unternehmensberater von McKinsey treffen auf die fleißigen, soliden, braven Mitarbeiter des Gütersloher Hausgeräteherstellers, denen es seit bald 120 Jahren über Generationen hinweg nur darum geht, Tag für Tag »immer besser« zu arbeiten.

Von Stephan Rechlin
Symbolbild.
Symbolbild. Foto: Thomas F. Starke

Soweit die Klischees. Tatsächlich stoßen die zweifellos hervorragenden, aber eben auch teuren Produkte aus Gütersloh inzwischen global an Grenzen, die auch lokal zu beobachten sind.

So werden auch in den Wochenendbeilagen dieser Zeitung Waschmaschinen eines südkoreanischen Herstellers beworben, der mit hoher elektronischer Raffinesse, hervorragenden Energiesparwerten und einer »Sockenklappe« (»AddWash«) Einstiegsgeräte zu einem Drittel des Konkurrenzpreises bietet. Mit solchen Preisen und einem hohen Werbeetat hat es dieser Anbieter in Holland bereits zum Marktführer gebracht.

Die Berater von McKinsey wiederum hätten in den vergangenen zehn Jahren ihren Umsatz nicht auf zehn Milliarden Dollar verdoppelt, wenn sie nur Jobs killen würden. Standorte schließen und ins günstige Ausland verlagern könnte Miele auch alleine. Der teure Beratungsspaß ist ein Indiz dafür, dass Miele nach einer besseren Lösung sucht.

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