Kommentar zum Syrienkrieg Wer sagt’s dem Iran

Nie wieder Opfer. Nach dieser Devise besteht und überlebt der jüdische Staat Israel seit nunmehr 70 Jahren. Diese Wehrhaftigkeit ist notwendig.

Von Andreas Schnadwinkel
Rauch steigt nach Explosionen im Süden von Damaskus auf. Eine Serie von schweren Explosionen hat am Sonntagabend in Syrien mehrere Stützpunkte der Armee und iranischer Milizen erschüttert.
Rauch steigt nach Explosionen im Süden von Damaskus auf. Eine Serie von schweren Explosionen hat am Sonntagabend in Syrien mehrere Stützpunkte der Armee und iranischer Milizen erschüttert. Foto: dpa

Würde Israel die Waffen niederlegen, müsste es unmittelbar mit Raketen seiner Feinde rechnen. So wie damals im Mai 1948, als es direkt nach seiner Gründung von fünf arabischen Armeen angegriffen wurde.

Aus israelischer Sicht hat sich seitdem an der Bedrohung nichts geändert. Daher sieht man nicht dabei zu, wie der Iran seinen militärischen Einfluss in Syrien ausbaut – und damit eine Front an der Nordgrenze schafft.

Israels Luftschläge gegen un­terirdische iranische Stellungen sind präventiv. Sie sollen einem großen, womöglich atomaren Konflikt mit dem Iran vorbeugen, den die Welt nicht zulassen darf.

Die Aktionen senden einerseits Signale an Russland und die USA, andererseits an den Iran selbst. Israel fordert Putin auf, den Iran in Syrien kleinzuhalten, und verlangt von Trump, das Atomabkommen mit Iran zu kündigen.

Und die Botschaft nach Teheran: Im Ernstfall ist Israel bereit, iranische Nuklearbunker zu bombardieren.

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Wer sagt´s dem Iran

Das Motto des jährlich vergebenen Hanns-Joachim-Friedrich-Preises lautet: "Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten Sache, dass er überall dabei ist, aber nirgendwo dazu gehört". Obwohl promminente Journalisten wie Heribert Prantel, Maria von Welser oder Cord Schnibben dagegen sprechen. Fakt ist, dass für mich der Kommentar gegen das Objektivitäts-Dogma verstösst. Trotzdem werde ich hier noch einmal für eine andere Betrachtungsweise zum Iran-Israel-Konflikt aufzeigen. Richtig ist, dass sich der Iran und die Hisbollah-Söldner drohend an der israelischen Golan-Grenze bewegen. Die Golan-Höhen, die sich Israel im Yom-Kippur-Krieg völkerrechtswidrig angeignet haben, die usprünglich zu Syrien gehörten. Das grösste Problem für Israel ist nicht das Atom-Programm des Irans, da man selbst über eine Anzahl von Atom-Sprengköpfen verfügt, die den ganzen Nahen Osten neutraliseren könnten. Es geht um die zunehmende Bedeutung des Irans und seiner Helfer, an die Stelle des IS zu treten. Schon als sich das im vergangenen Jahr abzeichnete, behauptete man, der Iran würde in Lattakia eine Raketenfabrik bauen. Beweise fehlen bis heute .Nun sollen wieder einmal eindeutige Beweise für den weiteren Ausbau des Atomprogramms vorliegen. Es geht desweiteren um die riesigen Rohölvorrate auf dem Golan. Und der Golan ist damit allemal ein Grund für einen Grosskrieg. Jetzt geht es erst einmall um den Grundstein für eine Rechtfertigung einer militärischen Aggression, vor allen Dingen gegen das Engagement des Iran in Syrien.

Anmerkung: Es geht mir nicht um eine evtl, Veröffentlichung meiner Kommentare. Es geht hier um die Objektivität der Berichterstattung.

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