Kommentar zu Fake News Ende des Algorithmus?

Fake News – vielen Kennern sträuben sich schon bei diesen Worten die Haare, weil sie diese Worte für die Verniedlichung eines Problems halten.

Von Detlef Drewes
Symbolbild.
Symbolbild. Foto: dpa

Sie haben recht: Ob falsche oder manipulativ verzerrte Nachrichten nun von Einzelpersonen oder staatlich unterstützten Cyberkriminellen publiziert werden – ihr Zweck besteht alleine in der Zerstörung von Glaubwürdigkeit und Vertrauen.

Da darf die fast schon behutsame Gangart, mit der die EU-Kommission das Problem angehen will, überraschen. Doch tatsächlich geht es um weit mehr als einen neuen, möglicherweise vergeblichen Versuch, mittels einer Selbstkontrolle und eines eigenen Verhaltenskodex Änderungen herbeizuführen.

Was die EU zwar nicht sagt, aber de facto von Facebook & Co. verlangt, ist nicht weniger als das Abschaffen der digitalen Alleinherrschaft jenes Algorithmus, der Botschaften, Nachrichten und Mitteilungen lenkt und an geeignete User verteilt.

Was nun passieren soll, ist die Wiedereinführung der menschlichen Instanz als wichtigstem, weil wertendem Kontrollmechanismus.

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