Kommentar zum Bildungsmonitor Nicht befriedigend

Wer den »Bildungsmonitor« liest, sollte wissen, wer der Auftraggeber ist: die »Initiative neue soziale Marktwirtschaft«, eine Lobbyorganisation der Arbeitgeber.

Von Andreas Kolesch
Wer den »Bildungsmonitor« liest, sollte wissen, wer der Auftraggeber ist: die »Initiative neue soziale Marktwirtschaft«, eine Lobbyorganisation der Arbeitgeber.
Wer den »Bildungsmonitor« liest, sollte wissen, wer der Auftraggeber ist: die »Initiative neue soziale Marktwirtschaft«, eine Lobbyorganisation der Arbeitgeber. Foto: dpa

Kein Wunder also, dass die Studie die Bildungspolitik auch unter Aspekten wie Verfügbarkeit von Kinderbetreuung im Vor- und Grundschulalter betrachtet. Es ist für die Arbeitgeber eben enorm wichtig, dass Mütter frühzeitig wieder arbeiten gehen können, auch wenn das für den Bildungserfolg des Kindes eher nachrangig ist.

Diese Perspektive mag das Länder-Ranking ein wenig relativieren, wertet die Studie aber keinesfalls ab. Denn es bleibt ja zu bedauern, dass die Anstrengungen der Länder bei der Verbesserung des Bildungssystems spürbar nachgelassen haben.

Immerhin: Nordrhein-Westfalen hat in vielen Punkten aufgeholt, auch wenn unter anderem die Studenten-Dozenten-Relation an den Unis bundesweit noch immer die schlechteste ist. Für die neue Landesregierung bleibt in Sachen Bildung also noch mehr als genug zu tun – auch bei den noch immer überdurchschnittlich großen Klassen. Vom Primus Bayern ist NRW jedenfalls noch immer meilenweit entfernt.

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