Kommentar zum DFB-Dialog-Angebot Die Hoffnung lebt

Endlich, sagen die einen. Gerade jetzt das falsche Signal, erwidern die anderen. Tatsächlich kann der Zeitpunkt des Dialog-Angebotes von DFB-Präsident Reinhard Grindel an Teile der Ultraszene überraschen. Seit Monaten, sogar Jahren, schwelt der Konflikt zwischen einigen Ultras auf der einen und Vereinen sowie Verbänden und Politik auf der anderen Seite.

Von Jens Brinkmeier
Die Ultraszene ist zum Gespräch eingeladen.
Die Ultraszene ist zum Gespräch eingeladen. Foto: dpa

Grindel geht jetzt auf die Anhänger zu, er tut es trotz Rostock. Weil er weiß, dass es eine kleine Gruppe ist, die den Fußball immer wieder in den Dreck zieht und auch auf einen Dialog pfeifen wird. Doch der DFB-Boss hofft, dass es doch immer noch genug vernünftige Ultras gibt, die von Gewalt genauso wenig halten wie er und der große Teil der Fußballfans.

Kollektivstrafen haben das Problem in keinster Weise gelöst. Der DFB scheint das nun auch realisiert zu haben. Voraussetzung für seine Gesprächsbereitschaft ist laut Grindel der Verzicht auf Gewalt – was selbstverständlich sein sollte. Er hat einen großen Schritt auf die Ultraszene zugemacht – zunächst auf dem Papier. Die Hoffnung lebt, dass auch die Gegenseite nun Schritte in die richtige Richtung vollzieht.

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