Kommentar zur SPD Mutlos

Das ist sie also. Die Wahlkampagne, mit der die SPD die christdemokratische Übermacht angreifen will. Aber Angriff sieht anders aus, liebe Genossinnen und Genossen.

Von Jan Gruhn
Der SPD-Generalsekretär, Hubertus Heil, präsentiert die erste Welle der Plakatkampagne.
Der SPD-Generalsekretär, Hubertus Heil, präsentiert die erste Welle der Plakatkampagne. Foto: dpa

Gut, dass in der ersten Plakatwelle die Evergreens – Rente, Löhne, Bildung – aus der sozialdemokratischen Juke-Box dudeln, dürfte nicht überraschen. Und dass zunächst Themen – und nicht Spitzenkandidat Martin Schulz – im Mittelpunkt stehen, ist mit Blick auf dessen Beliebtheitswerte keine schlechte Entscheidung.

Aber ganz ehrlich: Bei dieser Bundestagswahl geht es nicht um die von der SPD fast schon manisch beschworene Gerechtigkeit. Es geht um Sicherheit – sowohl innenpolitisch, als auch mit Blick auf die ganz großen Bühnen in Washington und Moskau, Istanbul und Brüssel.

Auch wenn das sicherlich nicht die Kernkompetenz der Sozialdemokraten ist: Wer in Umfragen bis zu 18 Prozentpunkte hinter CDU/CSU liegt, der sollte sich auch erlauben, in fremden Teichen zu fischen. Es sei denn, die SPD hat sich schon längst mit ihrer Rolle als Juniorpartner in der nächsten Großen Koalition oder sogar in der Opposition abgefunden.

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