Kommentar zum Confed Cup Friede-Freude-Eierkuchen-Abteilung

Fußballturniere werden längst nicht mehr nach den Spielen seziert, die sie bieten, sondern nach den Begleitumständen, unter denen sie vorbereitet und ausgetragen werden.

Von Friedrich-Wilhelm Kröger
Der Confedereations Cup findet derzeit in Russland statt.
Der Confedereations Cup findet derzeit in Russland statt. Foto: dpa

Auf der Liste der Dauerbrenner gibt es die freie Auswahl zwischen Dingen wie: unwürdige Arbeitsbedingungen, eingeschränkte Meinungsfreiheit, Aufstände des murrenden Volkes, rassistische Übergriffe, schlimmste Randale. Der Weltverband genierte sich dabei noch nie, die Friede-Freude-Eierkuchen-Abteilung ebenso routiniert wie verlogen zu bedienen, mit reichlich Placebo, wenn’s sein muss.

So läuft das, noch ist auch niemandem die Gastgeberrolle wieder aberkannt worden. Und stimmt es nicht, dass Wut und Empörung immer auch wieder abschwellen? Im Falle des Confed Cups hilft die zweite Ebene. Die Chancen stehen gut, dass der Wettbewerb ohnehin in die Gruft einfährt. In Katar 2021, im Jahr vor der umstrittensten WM aller Zeiten, wird er auf keinen Fall stattfinden.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.