Kommentar zu Griechenland Luft zum Atmen

Es sind abermals bittere Einschnitte, die auf die Griechen zukommen. Aber Athens Regierung hat die beiden wohl schwersten Reformkapitel abgehakt. Damit sind die Voraussetzungen für die nächste Überweisung aus dem dritten Hilfspaket hergestellt. Bleibt aber die Frage, ob damit wirklich geschafft ist, was man schaffen wollte.

Vor dem Parlament in Athen demonstrieren Griechen gegen Sparmaßnahmen
Vor dem Parlament in Athen demonstrieren Griechen gegen Sparmaßnahmen Foto: Socrates Baltagiannis/dpa

Ja, Athen hat den Katalog der Reformvorgaben weitgehend erledigt. Aber nun muss die Wirtschaft anspringen, müssten die Betriebe investieren, um neue Jobs und Einnahmen zu generieren. Die große Befürchtung ist, dass die Rotstift-Orgie, die die Geldgeber eingefordert haben, der Wirtschaft die Luft zum Atmen nimmt. Es stimmt zwar, dass Tsipras schon das kleinste Plus gleich wieder für Wahlgeschenke ausgegeben hat. Mit dem Weihnachtsgeld für Rentner hatte er sich allerdings wenigstens etwas Zeit erkauft.

Denn man sollte sich nichts vormachen: Egal wie man zu dem Chef des Links-Bündnisses auch steht – von ihm wird nicht weniger erwartet, als gegen das Volk zu regieren. Dessen bittere Not ist längst die schmerzliche Realität.

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