Kommentar zu Online und anderen Baustellen Handeln für den Handel

Des einen Freud, des anderen Leid. Der Baubranche geht es gut. Da könnte der Handel in Ostwestfalen-Lippe neidisch werden – zumal die Baustellen einen Teil ihrer Kunden aktuell eher abschrecken. Gleichzeitig haben aber viele Maßnahmen das Ziel, die Attraktivität der City zu erhöhen. Folgerichtig kritisieren die Händler nicht die Baumaßnahmen an sich, sondern nur die schlechte Koordination unter den Bauherren.

Von Bernhard Hertlein
Großbaustellen wie hier in Bielefeld, wo derzeit das Einkaufszentrum Loom entsteht, belasten vorübergehend die Geschäfte der anderen Einzelhändler.
Großbaustellen wie hier in Bielefeld, wo derzeit das Einkaufszentrum Loom entsteht, belasten vorübergehend die Geschäfte der anderen Einzelhändler. Foto: Bernhard Pierel

Online kein Anlass zur Fundamentalkritik

Auch der wachsende Anteil des Onlinehandels bietet wenig Ansatz für Fundamentalkritik. Erstens verkaufen viele Händler inzwischen selbst auch im Internet. Und zweitens kommt Publikumsbeschimpfung bei den Konsumenten selten gut an.

Bleiben Rahmenbedingungen wie Sonntagsöffnung, die sich immer noch fortsetzende Ausweitung der Verkaufsflächen und die Erreichbarkeit der Innenstädte. Sie allerdings sind Bausteine für ein ganz anderes Städtebild, wie es seit Jahrzehnten in weiten Teilen der USA vorherrscht. Öd und langweilig ist dort meist die City. Das Leben spielt sich vor der Stadt in riesigen Shoppping Malls ab. Wollen wir das?

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