Kommentar zur resistenten Keimen in Minden Nicht schutzlos

Resistente Keime sind eine Folge der modernen Medizin. Durch einen allzu sorglosen Umgang mit Antibiotika in der Medizin und vor allem in der Viehzucht haben sich immer mehr Keime gebildet, die resistent gegen Antibiotika sind. Doch wir sind der Entwicklung nicht schutzlos ausgeliefert.

Von Christian Busse
Keime in Minden.
Keime in Minden. Foto: Christian Busse

Länder wie die Niederlande machen es vor. Dort beträgt die Infektionsrate bei MRSA in Krankenhäusern weniger als ein Prozent. In Deutschland sind es nach Expertenangaben aus dem Jahr 2008 bis zu 25 Prozent. Die Niederländer haben seit den 1990er Jahren die strengsten Hygienevorschriften der Welt. Darin ist sogar geregelt, dass Arztkittel nur kurzärmlig sein dürfen, weil lange Ärmel beim Händedesinfizieren stören können.

Auch in Deutschland hat es seit einigen Jahren ein Umdenken gegeben. Es gibt klare Hygienevorschriften, Schmuck wie Ringe oder Armreifen sind tabu, lange Fingernägel verboten. Dennoch ist noch viel Luft nach oben – beispielsweise bei der zwangsweisen, regelmäßigen Untersuchung aller Klinikmitarbeiter auf resistente Keime. Hier ist der Gesetzgeber gefragt.

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