Kommentar zum EM-Achtelfinale der deutschen Nationalmannschaft Das war nach ein paar Minuten klar

Achtelfinale, das ist für die erfolgsverwöhnten deutschen Spieler bei Weltmeisterschaften immer ein Auftritt im Schattenreich. Noch nicht weit genug entfernt von der Vorrunde, um hier viel zu gewinnen, aber zu weit vom Endspiel weg, um an nichts anderes mehr zu denken als an den Titel. Am besten, man kann das relativ bequem abhaken und hat hinterher trotzdem verdeutlicht, aus welchem Turnierholz die DFB-Elf ist.

Von Friedrich-Wilhelm Kröger
Jérôme Boateng und Julian Draxler sind die herausragenden Akteure beim stark herausgespielten Viertelfinaleinzug.
Jérôme Boateng und Julian Draxler sind die herausragenden Akteure beim stark herausgespielten Viertelfinaleinzug. Foto: dpa

Dieses Achtelfinale musste sie nun erstmals auch bei einer Europameisterschaft abreißen, es hätte nicht besser laufen können . Den Slowaken, schon nach dem aufopferungsvollen Kampf beim 0:0 gegen England in den Seilen, mag die Sensation vielleicht nachts im Traum erschienen sein. Tatsächlich wurde schon nach wenigen Minuten ersichtlich: Dieser 26. Juni 2016 würde kein Tag sein, der in der Fußballhistorie des Weltmeisters einen Schandfleck markiert.

Die Frage ist eher: Was kommt jetzt? Titelverteidiger oder ewiger Angstgegner – so viel weiß man. EM-Treffen Nummer fünf ist ein Schwergewicht, leicht vorstellbar, dass am Samstag endlich Drama beigemischt wird.

Bis zum Viertelfinale sind es fünf Tage. Die Deutschen benötigen bei dieser langen Relax- und Ruhephase einen zu 100 Prozent funktionierenden Spannungsbogen. An den Extrem-Enden des Timings befinden sich Wegschlummern und Überdrehen.

Wahrscheinlich stellt die Wochengestaltung höhere Ansprüche als gestern die Slowakei.

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