Kommentar zum SC Paderborn Ein kleines Fünkchen

Wer es noch immer nicht glauben wollte, der hat es jetzt schwarz auf weiß: Der SC Paderborn ist am Ende. Seit Freitagabend brennt das Schlusslicht der 2. Liga an der Pader.

Alexander Schwolow trifft Niklas Hoheneder, Elfmeter gibt es nicht. Der Ball geht an die Latte, der SCP-Profi scheidet verletzt aus.
Alexander Schwolow trifft Niklas Hoheneder, Elfmeter gibt es nicht. Der Ball geht an die Latte, der SCP-Profi scheidet verletzt aus. Foto: Schwabe

Ein ganz kleines Fünkchen Hoffnung bleibt aber noch: Der SCP liegt nur einen Punkt hinter dem Liga-15. Rein rechnerisch ist der Ligaerhalt deshalb noch zu schaffen, so wirklich realistisch ist der nach der 1:2-Niederlage gegen den Liga-Primus SC Freiburg dennoch nicht mehr. Diese falsch zusammengestellte Mannschaft zeigt zwar im Schlusspurt der Saison eine große Moral, sie setzt aber nicht den entscheidenden Punch. Auch wenn dazu am Freitag nur ein bisschen Glück fehlte.

Ohne dieses Quäntchen wird es aber weder in München noch zum Abschluss gegen Nürnberg gelingen, die fehlenden Zähler noch zu holen. Deshalb läuft alles darauf hinaus, dass sich der SCP in die Liste der Doppel-Absteiger einreihen muss. Dazu gehören Traditionsklubs wie eben 1860 München, aber auch Fortuna Düsseldorf oder der FC St. Pauli. Dieses Trio ist zurückgekommen, Kickers Offenbach, der SSV Ulm oder die SpVgg Unterhaching sind es nicht.

Und genau hier liegt die Gefahr: Der SCP hat mit der Arena und dem Trainingszentrum zwar eine hervorragende Infrastruktur geschaffen, die ist in Liga drei aber kaum zu finanzieren. Zumindest dann nicht, wenn dort ab Juni eine konkurrenzfähige Mannschaft mit Chancen auf den Wiederaufstieg spielen und trainieren soll. Deshalb muss der Verein, wie 2008, ins Risiko gehen.

Die Frage ist nur: Hat Klub-Boss Wilfried Finke die Kraft, den Mut und die Lust, dieses Wagnis erneut an vorderster Front voranzutreiben? Wenn nicht, könnte die Talfahrt weitergehen. Denn auch die 3. Liga ist für den SC Paderborn sportlich wie wirtschaftlich eine Herausforderung, keine Selbstverständlichkeit.

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