Kommentar zum Zweitliga-Klassenerhalt von Arminia Bielefeld Und was kommt jetzt?

Was stört denn schon das Spiel von gestern. Eine Woche ist es her, dass die Bielefelder für ihren einmal mehr nicht so mitreißenden Heimauftritt gegen Kaiserslautern kritisiert wurden und Torjäger Fabian Klos sogar einen Disput mit einem Teil der Zuschauer vom Zaun brach. Nun ging er lieber wieder auf den Zaun, feierte selbst, ließ sich feiern – wie das komplette Team. Die Arminen werden auch weiter Zweitliga-Fußball spielen dürfen.

Von Friedrich- Wilhelm Kröger
Greuther Fürth ist besiegt, der Klassenerhalt geschafft: Fabian Klos singt und feiert nach dem 4:2 mit den Fans.
Greuther Fürth ist besiegt, der Klassenerhalt geschafft: Fabian Klos singt und feiert nach dem 4:2 mit den Fans. Foto: Thomas F. Starke

Gut, der Klassenerhalt war dem Aufsteiger schon zugetraut worden. Das musste nach dem Reinfall beim letzten Mal auch sein. Aber nach dem leicht verwegenen Zwinkern Richtung oberes Tabellendrittel, von dem der ein oder andere Ober-Optimist in der Hinrunde nicht lassen konnte, wurde der Blick in den vergangenen Monaten dann doch wieder nach unten gerichtet. Ans Ziel gelangten die Arminen trotz vorübergehender Ergebniskrise noch immer souverän. Der Fall ist erledigt, drei Runden vor Schluss. Es schmälert diesen Erfolg auch nicht, dass die Schwäche der wahren Abstiegskandidaten dem DSC ständig in die Karten spielte.

Nun zum Fußball, den die Mannschaft zeigte: No risk, no fun – so war es oft, das nahm der Trainer bewusst in Kauf. Norbert Meier hat nie einen Hehl daraus gemacht, dass ihm die Hurra-Variante auf dem Platz nicht so zusagt.

Andererseits hat der erfahrene Coach auch nichts dagegen, wenn sich die Leinen mal lösen, so lange dies in einem 4:2-Torfeuerwerk endet. Mehr davon! Schon klar: Alles leichter gesagt als getan. Man darf gespannt sein, was Meier und Sportchef Samir Arabi jetzt auf dem Zettel haben, was sie für machbar halten im Jahr eins nach dem Liga-Erhalt und wohin die Reise vom derzeitigen Platz 13 aus gehen kann demnächst.

Das Duo wird sich nicht bloß auf ein bequemes »wir-machen-einfach-so-weiter« verständigen, auch wenn dies beim stabilen Fundament naheliegen könnte. Meier steht bis 2017 unter Vertrag, das Stammpersonal bleibt zusammen. Wenn es nach Abschluss dieser Saison im Juni wieder losgeht, ist der Klassenerhalt nur noch eine Erinnerung. Auf den neue Ansprüche folgen.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.