England: Höchstsummen auf dem Fußballmarkt Ungebremst großzügig

Von Friedrich-Wilhelm Kröger

Kevin De Bruyne ist begehrt.
Kevin De Bruyne ist begehrt. Foto: dpa

Beim heimischen Fußballklub SC Paderborn soll es sich ungefähr so zugetragen haben: Als der britische Zweitligist Brighton & Hove Albion sein Interesse am Abwehrchef Uwe Hünemeier kundtat, erhöhte der SCP seine Ablösevorstellung beträchtlich. Die Engländer sind gerade von einer ungebremsten Großzügigkeit befallen. Es funktionierte: Ein bisschen hat sich Paderborn  noch herunterhandeln lassen. Aber jene 2,7 Millionen Euro, die der Verein  kassierte, liegen deutlich über dem eigentlichen Marktwert des Spielers.

Schwindelerregend

Es geht dabei auch schwindelerregend. Der VfL Wolfsburg schachert mit Manchester City im 75-Millionen-Euro-Segment. Dort ist Kevin De Bruyne, Deutschlands Fußballer des Jahres aus Belgien, angesiedelt. Klar, diese Summe nahe am Mond fordert zum Kopfschütteln heraus.  Aber wer Kritik übt, verkennt das Regulativ: Angebot und Nachfrage, Geben und Nehmen. Es ist auch kein Sklavenmarkt. Ein Profi wie De Bruyne  bekommt Säcke voll  mit Penunse. So lässt sich ein Leben als Handelsware ganz gut gestalten.

Nur was die englische Liga reitet, sollte sie dringend überprüfen. Wer aufgrund  exorbitanter TV-Gelder  Ausländer ohne Ende herübertransferiert, verrät den eigenen Nachwuchs. Einmal Weltmeister (1966) und sonst nichts – warum wohl?

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