Kinder und Sport Raus statt rumsitzen

Von Kerstin Eigendorf

Kinder brauchen mehr Bewegung.
Kinder brauchen mehr Bewegung. Foto: dpa

Viel zu viele Kinder sind zu dick und unsportlich. Die Tatsache, dass es immer mehr Ganztagsangebote an Schulen und Kindergärten gibt, ist wohl die größte Chance, auch die Sportmuffel unter Kindern und Jugendlichen zu bekehren. Doch diese Chance wird nicht gut genug genutzt. Dabei klang das Grundkonzept von Ganztag einst so einleuchtend: Vereine werden eingebunden und integrieren sportliche Angebote in die Schulzeit. Soweit die Theorie. Sie funktioniert nach den Ergebnissen des Kinder- und Jugendsportberichts nur unzureichend. Traurig!

Neben mangelnder Kooperation nennt die Studie weitere Schwächen: Viele Bundesländer hätten  nur zwei Sportstunden im Angebot, heißt es. Jede Vierte falle aus. Wer Sport den Kernfächern unterordnet, hat nicht verstanden, dass Bewegung den Kopf frei macht.

Diese Defizite wären halb  so schlimm, wenn Toben vor der Haustür noch zum Alltag der meisten kleinen Kinder sowie der Bolzplatz zu dem der meisten Jugendlichen gehören würden. Mangelnde Freizeit, Großstadt-Kulisse und Helikopter-Eltern verhindern dies oft. Wenn diese früheren Selbstverständlichkeiten nicht mehr gegeben sind, müssen Eltern unbedingt am Wochenende dafür sorgen, dass ihre Kinder nicht auf dem Sofa gammeln, sondern sich bewegen.

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