DRK rät Schutz zu suchen und Gefahrenquellen zu beachten Verhaltenstipps bei Unwetter

Düsseldorf (WB). Sturmtief »Friederike« fegt über weite Teile Deutschlands hinweg und verursacht teils massive Schäden. Aber nicht nur umstürzende Bäume und umherfliegende Dachziegel bedeuten derzeit Gefahr. Das Deutsche Rote Kreuz hat deshalb einige Verhaltenstipps bei Unwetter herausgegeben.

Symbolbild.
Symbolbild. Foto: Mike-Dennis Müller

Schutz suchen und Gegenstände sichern

Ungeschützte Orte meiden, an denen Sie von durch Hagel oder Sturmmitgerissene Gegenstände getroffen werden können.

Bei Sturm in Gebäuden Schutz suchen, bei starken Stürmen Hallen mit großen Deckenspannweiten meiden.

Vorher rechtzeitig bewegliche Gegenstände wie Gartenmöbel, Fahrräder etc. sichern.

Im Freien bei Hagel notfalls mit dem Gesicht zum Boden hinlegen, Kopf und Nacken mit Händen schützen.

Bei Gewitter in Gebäuden Schutz suchen.

In freiem Gelände mit eng stehenden Füßen möglichst in einer Mulde auf den Fußballen in die Hocke gehen (möglichst wenig Kontaktfläche zum Boden).

In geschützen Räumen bleiben

Im Haus bei Hagel und Stürmen Fenster, Roll- oder Fensterläden schließen und von ungeschützten Öffnungen fernhalten.

Tief- oder innenliegende Räume aufsuchen.

Autos, Wohnwagen, Zelte und leichte Gebäude sind bei Sturm nicht sicher.

Bei Blitzschlag sind Sie im Auto sicher (Faradayscher Käfig). Im Fahrzeug bleiben und keine blanken Metallteile berühren.

Nicht unter Bäumen parken.

Wasser und metallische Gegegenstände

Offenes Gelände, Berggipfel, Bäume, Türme, Masten und Antennen meiden, nicht an Zäune fassen oder anlehnen.

Wasserstellen (Seen, Schwimmbecken usw.) nicht mehr aufsuchen! Zu Überlandleitungen einen Mindestabstand von 50 Metern einhalten.

Metallische Gegenstände (Regenschirme, Fahrräder etc.) meiden.

Bei schlechter Sicht durch Wolkenbruch rechts ran fahren und stehen bleiben.

Unterführungen meiden.

Bei Gefahr Strom abschalten

Empfindliche Geräte vom Stromnetz nehmen oder Überspannungsschutz verwenden (im Handel erhältlich).

Verletzten Erste Hilfe leisten, notfalls den Rettungsdienst 112 rufen.

Vor Betreten überfluteter Räume und Keller Strom abschalten, Lebensgefahr durch Stromschlag.

Bei austretenden Schadstoffen (z.B. Heizöl) Feuerwehr rufen.

Keine feucht gewordenen Elektrogeräte in Betrieb nehmen.

Stark beschädigte Gebäude nicht betreten, bei stark beschädigten Dächern vom Haus wegbleiben, Feuerwehr rufen.

Ruhe bewahren, Lokalradio einschalten und/oder Warn-Apps nutzen! (z. B. »Warnwetter« vom Deutschen Wetterdienst, »NINA« vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz, »Mein-DRK« für Erste-Hilfe-Tipps).

Vor dem Aufräumen alle Schäden für die Versicherung dokumentieren.

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