Arnold Schwarzenegger kommt auch mit 70 nicht zur Ruhe Der ewige »Terminator«

Los Angeles (dpa). Muskelpaket, US-Politiker, »Terminator«: Arnold Schwarzenegger hatte schon viele Jobs. An diesem Sonntag wird Hollywoods Multitalent 70 Jahre alt.

Schwarzenegger und Freundin Heather Milligan.
Schwarzenegger und Freundin Heather Milligan. Foto: dpa

Trotzdem ist er es kein bisschen müde, sich als Held zu zeigen, sei es vor der Kamera oder auf der Weltbühne. »Happy Birthday, mein lieber Freund«, gratulierte er am 6. Juli auf Instagram seinem Action-Buddy Sylvester Stallone (71) zum Geburtstag, mit einem Foto, das die beiden Leinwandveteranen mit Bandagen im Krankenbett zeigt. »Vielleicht sollten wir es im nächsten Jahr etwas ruhiger angehen lassen«, witzelt Schwarzenegger in der Bildunterschrift.

»Arnie« jettet in vielfacher Mission durch die Welt. Im Juni postete der Ex-Gouverneur von Kalifornien ein Instagram-Selfie aus Paris mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron. Sie hätten über Umweltthemen und eine grüne Zukunft gesprochen.

Kurz zuvor hatte das seit Monaten laufende Duell zwischen dem liberalen Republikaner und US-Präsident Donald Trump einen neuen Höhepunkt erreicht. In einer Videobotschaft wetterte der »Terminator« gegen Trumps angekündigten Rückzug aus dem Pariser Klimaabkommen. Kämpferisch rief er per Instagram-Video zu einer Revolution an der Basis auf, »um unseren Planeten zu retten«.

Schlechte Noten für den »Governator«

Als Schwarzenegger im Januar 2011 nach sieben Jahren als »Governator« von Kalifornien abtrat, hagelte es schlechte Noten. Seinem demokratischen Nachfolger Jerry Brown hinterließ er ein Milliardendefizit. Das Versprechen, wie ein Action-Held in der Regierung »aufzuräumen«, konnte er nicht halten.

Doch Punkte sammelte er als grüner Politiker. Als Verfechter drastischer Maßnahmen zur Senkung der schädlichen Treibhausgas-Emissionen lässt er weiter seine Muskeln spielen.

Die setzte er nach dem Ende der Polit-Karriere auch gleich wieder vor der Kamera ein. In »Expendables 2« ballerte er sich 2012 an der Seite von Stallone durch ein bleihaltiges Action-Gemetzel. In »The Last Stand« mimt er den alternden Dorfsheriff, der sich mit Drogenbossen anlegt. In »Terminator: Genisys« (2015) schlüpfte er wieder in die legendäre Cyborg-Rolle, die ihn 1984 unter der Regie von James Cameron weltberühmt machte.

Schwarzenegger hat eine Bilderbuchkarriere hingelegt. 1947 wurde der Polizistensohn in Graz geboren, wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Die erste Krönung – zum »Mister Universum« – kam mit 20. Als Bodybuilder macht er in den USA Karriere, dann auch als Schauspieler. Trotz schweren Akzents und eines unaussprechlichen Namens. Mit »Conan, der Barbar« nahm der Höhenflug 1982 seinen Lauf.

All das schilderte er 2012 in seinen Memoiren »Total Recall: Die wahre Geschichte meines Lebens«. Natürlich schreibt er auch über seine Glamour-Ehe mit der liberalen Kennedy-Nichte Maria Shriver. Sie haben vier Kinder im Alter von 19 bis 27 Jahren.

Im Buch kommt auch die große Beichte. Da packt er über seine Affäre mit einer Haushälterin aus. Das Verhältnis und die Folgen, ein jetzt 19-jähriger Sohn, hatte er seiner Frau verschwiegen, bis sie ihn 2011 zur Rede stellte. Kurz danach reichte sie die Scheidung ein. Als »dumme Sache«, die er nie hätte tun sollen, beschreibt Arnie den Sex mit der Angestellten. »Ich habe das total verbockt«, bilanziert er das Ehe-Aus.

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