Oelde
CDU schlägt Bürgermeisterkandidatin vor

Harsewinkel/Marienfeld (jau) - Schon seit Monaten wird darüber spekuliert, mit welcher Bürgermeisterkandidatin die CDU bei der Kommunalwahl am 13. September ins Rennen gehen wird. Und die Gerüchte, die in der Stadt kursierten, stimmen: Es ist die Marienfelderin Pamela Westmeyer (45).

Montag, 02.03.2020, 23:31 Uhr

Ein Vorschlag des CDU-Stadtverbands, der von der Mitgliederversammlung am Dienstag, 31. März, allerdings erst noch abgesegnet werden muss. Während der Mitgliederversammlung des CDU-Ortsverbands Harsewinkel am Montagabend wurde das offene Geheimnis im Saal des Hotels Poppenborg öffentlich gemacht.

Und wenn die Christdemokraten auch während der Versammlung Ende März grünes Licht geben, dann geht die CDU mit einer Kommunalpolitikerin ins Rennen, die eine steile Karriere hingelegt hat, die in der Stadt Harsewinkel keine Unbekannte und bestens vernetzt ist – auch durch ihre Ehrenämter. Zur Kommunalwahl im Jahr 2014 hat sich die Rechtsanwältin erstmals um ein politisches Amt beworben. Sie holte für die CDU ein Direktmandat, sitzt seitdem im Stadtrat und ist seit 2014 auch erste stellvertretende Bürgermeisterin in Harsewinkel.

Die Marienfelderin, die verheiratet ist und vier Kinder hat, ist außerdem Mitglied im Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsförderungsausschuss, im Schul-, Kultur- und Sportausschuss sowie im Integrationsrat. Die 45-Jährige ist ebenfalls in der Mitgliederversammlung des Städte- und Gemeindebunds Nordrhein-Westfalens vertreten.

Pamela Westmeyer war es auch, die die Partnerschaft zwischen der Stadt Harsewinkel und der lettischen Gemeinde Mazsalaca mitangestoßen hat. 2017 wurde diese Verbindung mit einer Partnerschaft offiziell besiegelt. 2015 hatte sich Westmeyer bereits dafür stark gemacht. 2016 initiierte die Christdemokratin mit der zweiten stellvertretenden Bürgermeisterin Regina Meißner-Schlömer (SPD) eine Spendenaktion für die Dachreparatur des Hospitals in Mazsalaca. Dafür wurde die 45-Jährige in dem lettischen Bezirk bereits zum „Mensch des Jahres 2016“ gekürt. Sie ist auch Mitinitiatorin des Freundeskreises Mazsalaca.

Auf die Frage, warum sie sich in der Kommunalpolitik engagiert, antwortete sie einmal mit einem Zitat von John F. Kennedy: „Einen Vorsprung im Leben hat, wer da anpackt, wo andere erst einmal reden.“

Pamela Westmeyer wurde am 16. September 1974 als Kind des WDR-Journalisten Wolfgang Funk und Annemarie Funk, Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte, in Telgte geboren. Die Rechtsanwältin ist Mutter von vier Kindern und seit 2005 in der Verler Anwaltskanzlei von Peter Heethey angestellt.

Ihr Jurastudium absolvierte sie mit dem Schwerpunkt Völker- und Europarecht in den Jahren 1994 bis 1999 an den Universitäten in Bielefeld und in Wien. „Da mir bereits meine Grundschullehrerin einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn attestiert hatte, war es wohl nur eine logische Folge, dass ich mich zu einem Studium der Rechtswissenschaften entschloss“, sagte Pamela Westmeyer vor einigen Jahren.

An das Studium schloss sich das zweijährige Referendariat bei den Landgerichten in Hagen und Bielefeld an. Nach erfolgreichem Abschluss des Referendariats absolvierte sie einen Fachanwaltslehrgang im Arbeitsrecht. 2005 folgte ein Aufbaustudium an der Fernuniversität Hagen, mit dem sie sich zur Mediatorin ausbilden ließ.

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