Oelde
Einbrüche im Kreis Gütersloh zurückgegangen

Gütersloh (sib) - Landrat Sven-Georg lächelt bei der Vorstellung der Kriminalitätsstatistik 2019. „Ich bin richtig gut gelaunt“, sagt er. Er hat allen Grund dazu. Denn mit 15.998 Straftaten im vergangenen Jahr verzeichnet der Kreis Gütersloh den niedrigsten Kriminalitätsstand seit seiner Gründung.

Montag, 02.03.2020, 18:31 Uhr aktualisiert: 02.03.2020, 20:46 Uhr

Niemals zuvor habe die Kreispolizeibehörde weniger als 16 000 Straftaten im Jahr verzeichnet. Wie wenig das ist, darüber gibt die sogenannte Häufigkeitszahl Aufschluss, die im Kreis Gütersloh 2019 bei 4394 lag.

Wieder weniger Einbrüche

Das bedeutet: Pro 100.000 Menschen im Kreis (die aktuelle Einwohnerzahl liegt bei 364 083) sind der Polizei 4394 Straftaten bekannt geworden. Zum Vergleich: Im gesamten Regierungsbezirk Detmold liegt diese Zahl für 2019 bei 4708, landesweit bei 6842. Im Vorjahr, 2018, wurden im Kreis Gütersloh 16.152 Straftaten verzeichnet (Fallzahl 4548).

Gerade die Einbrüche seien weiter gesunken, macht die Kriminalhauptkommissarin Ulrike Magdanz bei der Vorstellung der Zahlen deutlich (2018: 340, 2019: 298). 2015 seien es noch 759 Fälle gewesen. Damit sehe sich die Kreispolizeibehörde in ihren Maßnahmen zur Einbruchsprävention bestätigt – 2019 haben 401 Bürger Beratungen in Anspruch genommen, 55 davon ihr Haus sichern und mit einer sogenannten Präventionsplakette auszeichnen lassen. „Kein Einbrecher hatte Erfolg bei einem solchen Plakettenhaus“, sagt Magdanz.

Steigerung bei Rohheitsdelikten

Auch Fahrraddiebstähle sind zurückgegangen. 1928 Fälle von gestohlenen Velos wurden der Polizei 2019 bekannt – und damit 179 weniger als im Vorjahr (2107). „Zu Spitzenzeiten waren das im Kreis Gütersloh knapp 4000“, ergänzt Landrat Adenauer. Er betonte, dass Fahrraddiebstähle im Kreis „leider Tradition“ hätten. Auch weil im Kreis Gütersloh besonders viele Fahrräder in Gebrauch seien angesichts guter Infrastruktur der Kreisstädte.

Im Bereich Rohheitsdelikte – dazu zählt etwa Körperverletzung – ist die Kriminalität 2019 (1658) im Vergleich zum Vorjahr (1593) gestiegen. „Ein eng begrenzter Innenstadtbereich liefert die Erklärung“, erklärt Kriminalhauptkommissarin Ulrike Magdanz. Damit meint sie vornehmlich den ZOB und die Innenstadt – „Das sind Orte der Begegnung.“ Die Polizei versuche seit Herbst 2019, mittels eines Präsenzkonzepts an diesen Punkten konzentrierten Verbrechens Kontrolldruck auszuüben, indem Beamte allzeit vor Ort sind und regelmäßige Kontrollen durchführen.

Abseits von vier vorsätzlichen Tötungen listet die Kriminalitätsstatistik auch einen Mord. Gemeint ist damit die Tötung einer 85-jährigen Frau in Borgholzhausen durch ihre Nachbarin an Pfingsten vergangenen Jahres.

Weitere Zahlen und Fakten zur Kriminalitätsstatistik lesen Sie in der Dienstagsausgabe der „Glocke“.

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